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Judo Übernachtungslehrgang 12./13.6. 2010


Bilder zum Lehrgang

Ja über Nacht war es schon ein Lehrgang und bei einem LEHRgang soll ja was gelehrt werden! Und was haben wir, was haben die Kids gelernt? Was haben wir über Nacht gelehrt und die andere Seite gelernt? Nein liebe Eltern, sie haben ihre Kinder nicht umsonst zu uns ins Dojo geschickt. Nein liebe kids, ihr habt so viel gelernt, natürlich ohne es zu merken und dabei viel Spaß gehabt.

Und die Betreuer haben sowieso das Meiste gelernt obwohl sie eigentlich zum Lehren dabei waren. Auch ja irgendwie auf irgendwas und überhaupt auf alle sollte sie aufpassen. Haben sie es geschafft?

Auf jeden Fall wissen sie jetzt, ob sie das nächste Mal wieder dabei sind! Auch unser neue Jugendwart weiß jetzt, ob das nun alles so lief, wie er sich das vorgestellt hat. Ob er die Fäden in der Hand hatte oder ob sie ihm abgenommen wurden? Auf jeden Fall hatte er die super Idee! Und schlau war auch, dass er die Verantwortung aufgrund von Minderjährigkeit doch easy abgeben konnte. Wer als Elternteil wünscht sich das nicht mal manchmal bei einem Haufen von freigelassenen pubertierenden Wesen, out of control, ohne anwesenden gesetzlichen Vormund?

Aber liebe Kinder, so schlimm seit ihr gar nicht, wart ihr auch nicht, auch wenn ihr's gerne seit! Hey wir Betreuer konnten 4 Stunden schlafen! Was will man mehr! 4 Stunden mehr als erwartet! Zwei Stunden für das eine Auge, zwei für das Andere. Im Alter wird man bekannterweise von Langschläfer zum Kurzschläfer. Davon könnt ihr nur träumen! So schön ist es alt zu werden! Also nun noch mal von Anfang an! Wie fing der Spaß an?

Der Spaß fing an mit glücklichen Eltern, die sie auf die nächsten 24h freuten und Euch Judoka in unsere Betreuerhänden übergaben. Der Spaß fing an mit Betreuern, die mal schauten, ob Kinder sich heutzutage noch selbst beschäftigen konnten und überließen sie dem Dojo. Der Spaß fing an mit staunen, was mache so alles brauchen für eine Nacht. Das Ende des Rucksacktourismus kann so bald erwartet werden. Nichts was in einen Rucksack passte! Schlafen auf den zarten Dojomatten...war nicht angesagt bei den meisten Mädels. Prinzessin auf der Erbse war wohl das letzte Märchen, an dass sie sich erinnern konnten. Die Jungs waren auch nicht alle von der harten Sorte, aber ein paar gab's da wenigstens schon. Oder hatten sie ihre weiche Unterlage nur vergessen? Nur eine Ausrede hätte gegolten: Mama wollte es so! Mama hat gesagt, ich darf nicht nur auf der Matte schlafen! Nur die Mamaausreden hätte gezählt! Denn nur Mamas können so gemein sein!
Aber dass nicht alles in einen kleinen Rucksack passte war wohl eher der unglaubliche Berg an Verpflegung schuld. Und ALLES gesundes Essen! Ein hoch auf die Eltern, da haben sie aber schöne Sachen ausgesucht. ;-) Und einem Kind ist nächsten Tag auch endlich schlecht geworden. Das hat mich doch beruhigt, dass es da doch Grenzen an Fassungsvermögen im menschlichen Körper gibt.

Aber das Ganze war ja ein LEHRgang und zuerst wurde gelehrt, die Verpflegung in den Tüten zu lassen und zu merken in was für einem Verein ihr eigentlich Mitglied seit: Judo war angesagt!

Angekündigter STARtrainer Siggi hat in seiner Trickkiste gewühlt und für viele was Neues gefunden! Der Spaß war da! Ihr Kids ward glücklich ( habt es nur nicht so gemerkt, aber ich habe es gesehen!) Aber auch bei den all so beliebten Kinderjudospiele wie Hund und Reiterkampf waren selbst 15jährige kaum zu bremsen. Es macht doch so viel Spaß Kind zu sein!

Nachdem wir die alles ohne Blut und Krankenwagen überstanden hatte, war eine Pause fällig. Denn die Abhängigkeit war groß, die Tüten voll! Der Pausensnack war angesagt, bis zur nächsten Trainingseinheit wenigstens. Nun wollten wir Betreuer doch mal sehen, ob die Verpflegung auch sichtbar ist an Eurem Body und ob dass fleißige Training alles in Muskeln verwandelt hat und zwangen Euch in die Badesachen und ins Wasser.
Zu dem Ergebnis will ich hier aber keinen Kommentar abgeben. Auf jeden Fall ist keiner daran untergegangen ( vielleicht weil wir "TOT" spielen verboten hatten?). Auch nicht Siggi, der die Kinder nicht los lassen konnte und immer mindestens 6 an seiner Hand und auf den Schultern hatte. Aufpasserin Sabine hätte ihn aber gerettet ( und das auch gerne!)! War aber nicht nötig. Und was habe die Kinder hier wieder geLERNT? Dass man auch im Wasser keine Chance gegen seinen Trainer hat. Und beim anschließenden Wasserball , wie man in einer Halbzeit möglichst wenig Wasser schluckt. Die Kleinste hat gelernt, dass es doch wichtig ist zu wachsen, damit nicht nur die Kopfspitze aus dem Wasser schaut. Mann, lernt man da viel! Ich habe gelernt, dass es auch schön ist am Beckenrand statt im Wasser, so ganz ohne Gefahr einen Wasserbauch zu bekommen zwischen den Wilden.( Das hätte auch echt nicht gut ausgesehen)

Nachdem die Lieben alle blitzblank sauber, frisch gefönt, wie nur zu Weihnachten wieder im Dojo waren, begann die dritte Lehrgangseinheit: Wie und wo suche ich mir eine guten Schlafplatz im Dojo? Ein Schlafplatz, wo ich mein HabundGut um mich herum verteilen kann. Wo ich so tun kann, als ob ich schlafen will. Wo weit weg von allen Erwachsenen liege. Einfach ein Ort, wo ich meine Sachen lassen kann die ganze Nacht, während ich Spaß habe. Denn wir sind ja auf einem ÜberNACHTungslehrgang, wir wollen was lernen die ganzen Nacht. Schlafen können wir schon, das brauchen wir nicht mehr lernen. Und wo sie Recht haben, haben sie Recht die Kids! Sozialkompetenz war ab jetzt die nächste DauerLehrEinheit. ( Das abendliche Grillessen lass ich jetzt mal aus. Verlief alles extrem gesittet. Sind halt gut erzogen die meisten und der Rest wurde eingenordet. Hunger hatten sie auch!! Kaum zu glauben, aber es wurde langsam gehaushaltet mit den sogenannten Wundertüten. Die Nacht war lang, die Süßigkeitensucht groß.)

Die nächste Lehreinheit hieß eigentlich aus Betreuersicht: Mit vollem Bauch im Liegen einen schönen Kinofilm schauen und dann genüsslich beim Geflimmer einschlummern. Diese Lehreinheit hatte leider nur einer bestanden und schlief ein. Ansonsten wurden die Werbepausen vermisst, wo die Popkornschüsseln nachgefüllt werden konnten.( Müssen wir beim nächsten Mal unbedingt berücksichtigen, Jarik. Ich will mir dann auch einen Bauchkasten bauen und damit Süßigkeiten verkaufen. Ich wäre bestimmt reicht geworden) Nach dem Film hieß es weiter Sozialkompetenz lernen oder zeigen, denn nun gab es kein Programm mehr außer Schlafen. Eine echte Herausforderung für alle. Also wurde gespielt, gelesen, erzählt, gegessen, getobt,gelacht,gestritten,gespielt, gelesen, erzählt, gegessen, getobt..... Und die Sonne konnte aufgehen und alle hatten die Augen zu! Ja? Oder Nicht? Wer weiß das schon so genau. Auf jeden Fall waren wir eine starke Konkurenz zur Party im Obergeschoss. Und das, obwohl einige Ü14 bei Anblick einiger Partygäste nervös wurden,da diese sogar Kontakt aufnehmen wollten. Die Hormone der Unsrigen sprangen unruhig herum und scharrten an den Türen. Das Betreuerteam konnte zwar mitfühlen aber diese Lehreinheit stand nicht auf dem Programm, da sie erst ab 18 ist und so blieben die Türen verschlossen. Dafür konnten sie im Trainerraum gemütlich kuscheln und konnten über Gott und die Welt philosophieren! Näheres ist leider nicht bekannt. ( Fotos zwar vorhanden, werden aber erst nach Genehmigung nachgereicht) .

Weiter wurde die Nacht herum gewandert, Schlafplätze gewechselt, philosophiert, gegessen, vom Schlafen geträumt, Taschenlampen getestet, geredet und auch Geburtstag gefeiert mit Kuchen und Kerzenlicht! Alles, was passiert ist (im Dojo und im Trainerraum), wird hier natürlich nicht erzählt! Sollte ja nur ein kleiner Ausschnitt sein. Aber in Sozialverträglichkeit waren sie schon nicht schlecht ;-) Nur von einem Bier in Nacht habe wir , Siggi und ich, geträumt! Das wäre wirklich nett gewesen. Aber bei uns hieß die Lehreinheit "Verzicht" und die haben wir mit Bravour bestanden.

Dann klingelten auch schon die Frühstücksglocken und alle Teilnehmer freuten sich, frisch gestärkt Putzkolonne auf den Matten spielen zu dürfen, um Müllsäcke zu füllen.

Vielen Dank für den Organisator und seinen Helfershelfer und Euch Judoka. Denn ohne Euch hätte ich nichts schreiben können....ohne Euch hätten wir alle keinen Spaß gehabt.

Sabine